Burnout: Wenn die Seele nicht mehr kann, schlägt der Körper Alarm
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Burnout: Wenn die Seele nicht mehr kann, schlägt der Körper Alarm


Das Burnout-Syndrom bezeichnet – medizinisch gesehen - einen Zustand, in dem die Seele keine Kontrolle mehr über den Körper besitzt.

Erschöpfter Mann mit Burn Out

Das Burnout-Syndrom bezeichnet – medizinisch gesehen - einen Zustand, in dem die Seele keine Kontrolle mehr über den Körper besitzt. Wörtlich übersetzt bedeutet „Burn-out“ oder „Burnout“ einen Status der inneren Leere und den Verlust der Lebensfreude sowie eine deutlich spürbare nervliche Überforderung. Manche nennen den Burnout auch einen Infarkt der Seele.

Die Betroffenen verfügen über keine Energien zum Wiederaufladen mehr, sondern fühlen sich grundlegend angegriffen und geschädigt. Insofern ist Burnout heute längst nicht mehr als reine Managerkrankheit zu bezeichnen, sondern sie betrifft viele Menschen, die sich im Job, im Alltag und sogar im Familienleben grausame Dauerhöchstleistungen abverlangen. Gerade in helfenden und pädagogischen Berufen sind unzählige vom Burnout Betroffene beschäftigt. Schlafstörungen, negative Weltsicht, Konzentrationsprobleme, Rücken- und Kopfschmerzen kennzeichnen diese spezielle Form der Depression. Frauen leiden häufiger darunter, weil sie mehr als Männer dazu neigen, es allen recht machen zu wollen.

Ein Burnout kann zur Arbeitsunfähigkeit führen und Beziehungen oder Ehen gefährden. Das Syndrom lässt sich häufig auf eine Überarbeitung im Beruf zurückführen, aber meist gibt es nicht nur eine einzige Ursache dafür. Ein Burnout  entwickelt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum und wird erst dann richtig wahrgenommen, wenn der Betreffende wirklich nicht mehr kann. Plötzliche Gewichtsschwankungen, Schwindel, Kreislaufstörungen, gehäufte Infekte und andere Beschwerden sind Indizien dafür, dass ein Burnout vorliegt.

Wer sich der Wahrheit nicht verschließt, sucht einen Coach oder einen Therapeuten auf oder findet medizinische Hilfe. Hier kann Fehlentwicklungen wie übermäßigem Schlafen, dem Missbrauch von Alkohol und Nikotin oder unkontrollierten „Fressanfällen“, häufig hervorgerufen durch Heißhunger auf Süßigkeiten, entgegengesteuert werden. Neue Werte und damit neue Ziele werden definiert und angestrebt. Dazu kann z. B. auch eine sanfte Diät gehören, die eine unkontrollierte Form der Ernährung korrigiert und für eine ausgewogenere Lebensführung sorgt.  Patienten, die durch einen Burnout extrem an Gewicht verloren oder rapide zugenommen haben, finden auf diese Weise wieder zu einer besseren körperlichen Gesundheit zurück. Mit gezieltem und kontrolliertem Zu- oder Abnehmen lässt sich das Normalgewicht erneut erreichen, und der Mensch fühlt sich schon etwas besser in seiner Haut.

Ausreichender, aber nicht übermäßiger Schlaf, Zeit für das Essen und die Körperpflege, regelmäßige Bewegung und Sport sowie Aktivitäten im kulturellen Bereich sind weitere Maßnahmen, die gegen das Burnout-Syndrom helfen können. Täglich mindestens zwei Pausen einlegen, Urlaub ohne Freizeitstress, Nein sagen ohne Schuldkomplexe, Aufgaben delegieren und den eigenen Perfektionismus herunterschrauben sind weitere Schritte heraus aus dem Zustand des Burnout. Das Erlernen von Entspannungstechniken und die Hinwendung zu einem kreativen Hobby können sich ebenfalls lindernd auswirken. Nicht zuletzt sollte der Patient versuchen, seinen Sinn für Humor zu behalten, auch wenn es anfangs schwerfällt.

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